Bahnsport

Rainer sein Geburtstagsgeschenk Prag eingelöst

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Endlich war es soweit und wir starteten am Freitag um 17:30 Uhr mit dem Wohnmobil von Günze los Richtung Prag zum Speedway GP. Rainer hatte uns am 30.12.2018 zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen und wir schenkten ihm die Reise mit dem Wohnmobil und der Eintrittskarte zum GP.

Also machten sich Günze, Karl Heinz, Rainer und ich auf den Weg Richtung Prag. Kurz nach der Grenze wurde erstmal Geld gewechselt und ein, okay zwei Bier gekauft. Die Fahrt ging ohne große Probleme schnell voran und kurz vor Prag fiel uns ein, dass wir ja noch Bier brauchen, weil ja um das Stadion ja nichts ist, wo wir noch einkaufen könnten. Also die letzte Tankstelle angefahren und rein. Als Rainer Karl-Heinz und ich so vor dem Regal standen, fragte ich wie viele Dosen wir mitnehmen sollten. Rainer seine Antwort kam promt und er meinte alle. Okay, so stiegen wir mit 24 Dosen wieder ein und fuhren die letzten paar Kilometer zum Stadion. Dort angekommen machten wir es uns es vor dem Wohnmobil gemütlich und tranken noch ein, zwei oder vielleicht waren es auch drei Bier 😉 Auf einmal fing Günze an, dass der Mond ganz schön nahe da wäre und er sehr rot scheint. Ich dachte mir nichts dabei weil er ja hinter mir war. Auch die anderen zwei redeten über den Mond. Als ich nun mal auf das Klo musste, ging ich hinter das Wohnmobil und was scheint mich da an? Der Mond in voller Größe. „Verdammt, was reden die immer von dem Mond in rot?“, dachte ich mir. Als ich zurück kam, sah ich etwas am Himmel, aber was war das? Egal, wir hatten noch sehr viel Gaudi an diesem Abend. 

Am nächsten Tag stieg ich in der Früh als erster aus dem Wohnwagen und was sah ich links? Ihren „roten Mond“. Es war eine Warnboje für Hubschrauber an einer Stromleitung. Wie haben wir doch gelacht.

Danach frühstückten wir erstmal traditionell Tschechisch.

Nach dem Frühstück hatten wir ja noch viel Zeit bis das Rennen los ging. Also beschlossen Rainer und ich die Altstadt zu erkunden. Günze und Karl-Heinz blieben beim Wohnmobil zurück. Also marschierten wir zur Straßenbahn und suchten erstmal einen Fahrkartenautomat.  Natürlich vergebens und so fragte Rainer einen Busfahrer der gerade Pause machte, wo wir eine Karte kaufen können. Seine Antwort war einsteigen und beim Fahrer eine kaufen. Na gut, die nächste Bahn kam und wir stiegen ein. Zu unserem erstaunen war aber der Fahrer getrennt von den Fahrgästen und wir konnten keine kaufen. Auf einmal fragte uns ein Tscheche, ob wir Hilfe bräuchten. Wir erklärten ihm auf Englisch, dass wir gerne eine Karte kaufen würden. Warum Englisch? Weil dieser nette Herr damit angefangen hat. Er zeigte uns einen kleinen Automaten in der Bahn und wir freuten uns. Man konnte den sogar auf Deutsch umstellen und nachdem wir alles eingegeben haben, kam auch schon das nächste Problem. Man kann die Karten nur mit der Bankkarte zahlen und die hatten wir nicht dabei. Der nette Herr merkte, dass wir schon wieder ein Problem hatten. Auf einmal fing er mit Deutsch an und meinte ob wir Deutsch sprechen. „Natürlich“ ,meinten wir und er erklärte das ab und zu draußen Automaten stehen oder wir in ein Geschäft gehen müssten. Er schaute zwei Stationen aus dem Fenster und meinte auf einmal:“Da drüben wäre ein Automat.“ Bei der nächsten Haltestelle stiegen wir aus und dieser Herr ging mit uns zu diesem Automat. Er stellte alles ein und wir freuten uns, dass wir gleich eine Fahrkarte in den Händen hielte. Aber NEIN es kam das nächste Problem. Man kann zwar mit Bargeld bezahlen, aber nur mit Münzen und wir hatten nur Scheine. Wir erklärten es dem Herrn und er wechselte uns auch noch genügend Geld. Als Rainer ihm Trinkgeld für seine ganzen Bemühungen geben wollte  winkte er ab und fragte ob jetzt alles Okay wäre. Wir sagten Danke und er verabschiedete sich mit den Worten:“Noch viel Spaß in Prag und einen schönen Tag noch.“ Und schon war er weg. Also auf die nächste Bahn gewartet und schon ging es weiter. Nach 13 Haltestellen trafen wir die anderen. Uwe, Sandra, Alex und die Herxheimer. Auf einmal stand auch noch Tom und Niklas da. Wie klein Rag doch ist. 🙂  

Als die ganze Truppe sich auf dem Weg zum Fernsehturm machte, entschieden Rainer und ich, dass wir weiter Richtung Altstadt marschieren. Rainer und ich gingen über die Karlsbrücke Richtung Altstadt und Rainer meinte, dass dort ein Hard-Rock-Cafe sein müsste. Also suchten wir es und gingen gleich hinein. Wow, uns fiel erstmal die Kinnlade runter, weil es so groß war und sich über drei Stockwerke erstreckte. Also nichts wie hin zur Bar und eine Cola und Wasser bestellt. Der Weg war sehr lang und an diesem Tag war es auch sehr heiß. Der Kellner schaute uns zwar bei der Bestellung komisch an, und dachte wahrscheinlich wir bestellen zwei Bier, aber er brachte unsere Getränke gleich. Ist eigentlich kaum zu erwähnen, dass die Getränke genau so schnell ausgetrunken waren, wie sie kamen. Natürlich bestellten wir dann gleich zwei Bier. Die Atmosphäre war einfach der Hammer und sogar in dieser Zeit, wo wir drin waren, liefen zwei Motörhead Videos. Meine Lieblingsband ist nun mal Motörhead.  

Die Zeit ging verdammt schnell vorbei und das Bier rannte nur so in uns hinein. Es war so toll, dass wir auf die Idee kamen unsere Eintrittskarten für den Speedway GP zu verkaufen. Natürlich war das ein Scherz und wir würden schon noch zum Rennen gehen. Als ich auf Klo musste, merkte ich zwei Frauen hinter uns die immer noch nichts zu trinken hatten und sagte zu Rainer beim vorbei gehen er soll sich darum kümmern. Ich meinte es natürlich aus Scherz aber als ich vom Klo zurück kam, sah ich wie Rainer mit diesen zwei Frauen lachte. Erst als ich näher kam bekam ich mit, dass es Deutsche waren. Er sagte:“stell Dir mal vor wo die her kommen. Ich kam gar nicht zum überlegen und er sagte mir gleich, dass eine aus München sei und die andere aus Fürstenfeldbruck. Wir stellten uns gegenseitig vor und hatten eine Menge Spaß. Ihre Meinung war, dass wir zwei recht lustige und gemütliche Männer seien. Leider mussten wir aber kurz vor fünf Uhr wieder Richtung Stadion. So verabschiedeten wir uns und machten uns auf dem Rückweg. Wir blödelten so vor uns hin und kamen zur Straßenbahn.  Dort eingestiegen merkte wir gleich, dass wir wieder richtig sind, weil sehr viele Speedway Fans darin waren. Und so kam es das wir mit zwei älteren Polen Fans rum blödelten. Obwohl sie kein Deutsch oder Englisch konnten, und wir natürlich auch kein Polnisch, verstanden wir uns prächtig. Es wurden sogar gegenseitig Fotos gemacht. 

Am Wohnmobil angekommen waren nicht nur  Günze und Karl-Heinz dort, sondern auch Werner und ein paar Pfaffenhofer. Nun wurde noch das eine oder andere Bier getrunken und viel Fach gesimpelt. Dann brachen wir alle auf und gingen ins Stadion und dort trafen wir viele Leute. Besonders gefreut hat uns, dass wir auch die Goldberger getroffen haben. Kurz vorm Rennende fing es dann an zu regnen und wir gingen nach dem tollen Feuerwerk gleich zurück ins Wohnmobil. Sandra und Alex kamen auch mit, und man glaubt es kaum: Wir hatten alle Platz. Neben der ganzen Gaudi tranken wir noch ein Bier und schon war es Zeit fürs Bett.

Leider regnete es am Sonntag auch und so beschlossen wir doch lieber die Heimfahrt anzutreten. Auf dem Weg zur Grenze erfuhr ich, dass Nicole, Spane und Katrin auch in der Tschechei beim Asia Markt sind. Natürlich erzählte ich meinen Mitreisenden nichts davon. Um so schöner war es, als sie sie enteckten. Die Gesichter waren sehr amüsant. Wir kauften noch kräftig ein und luden meine ganzen Sachen, in Tschechien, in Nicoles Auto. So trennten sich unsere Wege schon, bevor wir in Deutschland waren.

So nun hoffe ich, ich habe es einigermaßen rüber gebracht was für ein tolles Wochenende es war und es  Rainer genau so gut gefallen hat wie mir. 

Gruß 

Tom

Vor der Abfahrt


Verabschiedung in Tschechien  

Bilder vom Ausflug sind hier zu finden.

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