Bahnsport

Günze, Du „Verrückter“ ;) Güstrow SEC 13.07.2019 & Abensberg DM 14.07.2019

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Tja, den Satz „Günze, Du Verrückter“ musste er sich die ganze Fahrt von Neuötting bis Güstrow anhören. Warum?

Günze schrieb mir per WhatsApp am Freitag um 11 Uhr eine Nachricht, dass er überlegt, nach Feierabend noch nach Güstrow zum SEC zu fahren. Bis zu diesem Zeitpunkt dachten Helle und ich noch, dass er Samstag und Sonntag nach Abensberg fahren würde. Auf meine Frage, ob er denn am Sonntag dann in Abensberg zur Deutschen Meisterschaft ist kam kurz „Ja“. Als nächstes fragte er, ob ich mitfahren würde und ich war natürlich überhaupt nicht darauf eingestellt auf Güstrow und meine Familie wusste auch nichts davon. Kurz schrieb ich ihm, dass ich um 13.30Uhr Bescheid geben kann, weil da meine Familie nach Hause kommen würde. Er meinte „Okay“ und ich soll das Wichtigste nicht vergessen einzupacken. Ich wunderte mich und fragte „Was?“ Es kam die Antwort „an Helle  natürlich, weil wir drei doch schon perfekt eingespielt sind“. Also gleich mal Helle angerufen und ihm mitgeteilt, er soll sein Zeug packen, weil wir auf Reisen gehen. Er meinte, ihm interessiert der Bayern Cup am Samstag in Abensberg nicht. Ich sagte, er soll mal kurz still sein und mir zuhören. Nachdem ich ihm erklärt habe, dass wir heute noch nach Güstrow fahren war er ganz still am Telefon 🙂 Sein Gesicht hätte ich gerne in diesem Augenblick gesehen. Als ich nachfragte, was er dazu meinte, sagte er gleich zu. Also wartete ich, bis meine Familie nach Hause kam und erklärte ihnen alles. Natürlich hatten sie wieder einmal nichts dagegen und so sagte ich Günze zu, dass wir dabei wären. Punkt 15.30 Uhr stand Günze auch schon mit dem Wohnmobil vor unserer Tür und wir luden alles ein.

Wer jetzt glaubt, dass es uns langweilig wird, nachdem wir drei soviel Kilometer unterwegs sind, täuscht sich. Wir brauchen kein Handy oder Tablet, weil wir soviel zu reden und Spaß zusammen haben. Wie gesagt, die ganze Fahrt durfte sich Günze anhören, dass er ein Verrückter ist. Helle und ich konnten es immer noch nicht glauben, dass wir auf dem Weg nach Güstrow sind. Die Kilometer vergingen relativ schnell und wir blieben nur einmal zum Tanken stehen und einmal um auf das Klo zu gehen. Wenn man bedenkt, dass Günze seit 5Uhr auf den Beinen war und gearbeitet hat ist es schon erstaunlich, dass er die 820km durchgefahren ist. Kurz vor 1Uhr in der Früh standen wir direkt am Stadion auf dem Parkplatz. Noch schnell auf das Klo und eine geraucht und schon vielen wir ins Bett. Statt Gute Nacht sagten Helle und ich nur noch einmal „Günze, Du Verrückter“.

Samstag war mal ausschlafen angesagt. Erst um 8:30Uhr machten wir das traditionelle Weißwurst-Frühstück. 

Auf einmal kam ein Parkplatzwächter und fragte, wie lange wir schon da sind, und wann wir wieder abreisen. Günze erklärte ihm, dass wir seit 1Uhr da sind und nach dem Rennen gleich wieder losfahren, weil wir nach Abensberg zur Deutschen Speedway Meisterschaft müssten. Sein Gesicht war unbeschreiblich und er meinte, ob wir mit 5€ Standgebühr einverstanden sind. „Natürlich“ meinten wir und er erklärte, wir sollen oben beim Fahrerlager parken, weil wir von dort schneller wegkämen und es dort Strom gäbe. Also wieder alles eingepackt und umgestellt. Diesmal bauten wir auch gleich den Grill auf und genossen die Sonne. Als wir dann anfingen zu grillen, bekamen wir Besuch von Ebi. Auch er bekam natürlich was zum essen und Kaffee. Es dauerte nicht lange und auf einmal standen Sepp und Werner bei uns. Sie sagten, sie holen sich ihre Stühle und kommen gleich wieder. In dieser Zeit bekamen wir die Nachricht, dass der Bayern Cup in Abensberg abgebrochen wurde weil es dort ziemlich stark regnete. Also haben wir drei das Richtige gemacht, weil hier in Güstrow war das beste Wetter. 

Sepp und Werner kamen und hatten eine Runde Bier dabei. Tja, leider trinkt von uns keiner Alkohol, aber das war ja egal, weil Sepp und Werner eh in Güstrow schliefen und es dann selber tranken. So wurde es eine lustige Runde und es wurde auch wieder viel diskutiert. Um 16Uhr packten wir alles ein und machten uns auf dem Weg ins Stadion. Jetzt leben wir im gleichen Land, aber doch gibt es Unterschiede zwischen Landshut SEC und Güstrow SEC. In Güstrow werde alle Taschen kontrolliert, was in Landshut nicht der Fall ist. Dafür darf man in Güstrow die Klappstühle in das Stadion mit hinein nehmen, was wiederum in Landshut verboten ist. 

Nachdem wir unsere Klappstühle aufgestellt haben, ging es zum Bahnsportstand. Dort kaufte ich einiges von Milik Vaelav ein. Auch ein Aufkleber von Martin Smolinski und einen Speedway Aufkleber für meine Mutter ihrem neuen Auto. 

Zurück zu unserem Platz trafen wir viele Goldberger Speedway Fans, die wir kennen. Es ist immer schön, sie zu treffen und man hat sehr viel Spaß mit ihnen.

Das Stadion in Güstrow ist eines der schönsten, die ich kenne. Es ist auch immer sehr gut besucht und auf der Bahn sind immer gute Läufe garantiert. Das ganze Rennen stand Harry bei uns und zwischen den Läufen unterhielten wir uns über seine Reisen und Programmheft-Sammlung. Als im Finallauf die Fahrer ins Ziel, fuhren machten wir uns auf dem Weg zum Wohnmobil.  Dass die falsche Nationalhymne für den Sieger gespielt wurde, bekamen wir gar nicht mehr mit. Nun wurden unsere Sachen schnell verstaut und schon startete Günze das Wohnmobil und die Reise nach Abensberg begann. Wie schon beim hinfahren blieben wir nur zweimal stehen. Das Komische war, dass wir den gleichen Autohof anfuhren wo wir schon Freitags angefahren sind. Bis auf einen halben Liter Diesel tankten wir das gleiche und auch wie Freitag wurden zwei Kaffee und ein Eis gekauft. Die Verkäuferin war auch die Gleiche wie am Freitag Abend. Das zweite Mal wurde nur gestoppt, um auf das Klo zu gehen. 

Sonntag kurz nach 6Uhr in der Früh waren wir in Abensberg. Auf einmal fiel uns ein, dass wir dieses Jahr noch keinen einzigen Stau hatten und immer gut vorankamen. Also Motor aus, eine rauchen, Pullern und ab ins Bett. Aber mit Ausschlafen war es diesmal nichts. Um halb zehn machten wir uns schon Kaffee und frühstückten vor dem Wohnmobil. Danach ging es mit den Freikarten ins Stadion und es viel uns auf, dass es wieder ein Top Wetter war. 

Mit der Zeit kamen immer mehr Boarische Methanol Buam zusammen, natürlich sind Werner und Sepp auch rechtzeitig angekommen. Wolfgang das Geburtstagskind war natürlich auch da.

Für Abensberg waren die Läufe sehr spannend und interessant. Deutscher Speedway Meister wurde an diesem Tag Martin Smolinski und wir gratulieren ganz herzlich dazu. Und so verging auch dieser Nachmittag ziemlich schnell. Nach dem Rennen ging es dann auf die Heimreise, wo wir feststellten, dass da, wo wir sind, immer gutes Wetter ist. Unser Spruch dazu “ Tja, wenn Englein reisen“ 

Fotos und Videos sind ja auch schon lange online.

Gruß

Tom

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